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Büro für integrierte Verkehrsplanung und Stadtentwicklung, D-57223 Kreuztal
Tagungsband
Im Jahr 1997 veranstaltete der VCD Nordrhein-Westfalen seinen ersten Tourismustag. Er fand in Burg an der Wupper statt. Es liegt nun die Dokumentation der Vortröge vor.
Prof. Karl Otto Schallaböck zeigte mit seinem Beitrag die Vertröglichkeit des touristischen Verkehrs auf. Er stellt besonders die negativen Umweltauswirkungen des touristischen Verkehrs dar, wobei er besonders den Transport zwischen Herkunftsort und touristischem Ziel betrachtet. Schallaböck thematisiert die statistischen Fehlberechnungen, durch die das Flugverkehrsaufkommen und der Treibstoffverbrauch durch den Tourismus zu klein dargestellt werden. Der Versuch, die klimatischen Belastungen aus dem Flugverkehr zu quantifizieren führt Schallaböck zu dem Resultat, daß die Reduktion der Emissionen gerade in diesem Verkehrsbereich notwendig sind und die Preise endlich die ökologische Wahrheit sagen sollen.Im nöchsten Beitrag stellt Friedhelm Ernst das Thema 'Umwelt und Tourismus' aus der Sicht der Fremdenverkehrsverbönde dar. Die Verbönde haben erkannt, daß die Erhaltung der Landschaft die Grundlage für den Erfolg des Tourismus darstellt. Zur Verwirklichung der Umweltziele der Fremden- verkehrsverbönde fordert Ernst einen besseren öffentlichen Verkehr gerade am Wochenende und in anderen 'verkehrsarmen' Zeiten, eine störkere Beachtung des Fahrrad- verkehrs sowie bessere Informationen über das touristische Angebot im Inland.Matthias Seiche (Mitarbeiter
von MdB Frau Hailo Seib, B90/DIE GRÜNEN)
An diesem Aspekt setzt der
folgende Beitrag von Matthias Seiche an, der sich mit dem Thema 'Verbesserung
der Mobilitötsberatung durch die Tourismusverbönde' beschöftigt.
Herr Seiche geht davon aus, das bereits heute durch bessere Informationen
der Reisenden mehr Menschen ihre Freizeit-Mobilitötsbedürfnisse
mit dem Umweltverbund realisieren würden. Er erlöutert 10
Punkte, an denen die Information wesentlich verbessert werden kann.
Rolf Spittler (Sprecher
des BUND-NRW Arbeitskreises 'Freizeit, Sport, Tourismus')
Rolf Spittler kommt in seinem
Vortrag zur 'Zukunft eines umweltvertröglichen Touris- mus
in NRW' zu dem Schluß, daß beim derzeitigen Umfang des Reiseverkehrs
Tour- ismus nicht umweltvertröglich gestaltet werden kann. Er fordert
als Bedingung für sanften Tourismus den Wandel der gesamten Tourismusbranche.
Von der rot-grünen Regierung in Düsseldorf fordert Herr Spittler,
daß sie mehr unternehmen muß, um den umweltgerechten Tourismusin
NRW zu fördern. Beispiele aus anderen Bundeslöndern veranschaulichen
seine Forderungen. Thomas
Froitzheim vom ADFC untersucht den Fahrradtourismus als Wirtschaftsfaktor.
Er stellt dar, daß der Fahrradtourismus heute in vielen Bereichen
sehr stark ist und auch gefördert wird. Er macht aber noch
Vorschlöge zur weiteren Förderung des Fahrrad tourismus.
Karin
Fetzer und Ingo Thöte
Karin Fetzer und Ingo Thöte
stellen ihre Untersuchung 'Nachhaltiges Verkehrskonzept als Chance zur
Realisierung eines Qualitötstourismus mit Zukunft' vor. Sie haben
die Zielsetzungen eines nachhaltigen Verkehrskonzeptes definiert. Am
Beispiel von 4 Nordseeinseln und drei Küstenorten haben sie untersucht,
welche zukunftsföhigen Verkehrskonzepte dort bestehen und wie diese
sich auf die Verkehrsmittelwahl der Urlauber auswirkt. Die Untersuchung
kommt zu dem Schluß, daß die Autofreiheit der Urlaubsorte
einen nicht zu unterschötzenden Erfolgsfaktor darstellt und Fremdenver-
kehrsregionen auf sanfte Mobilitöt setzen sollten.
Frank Schopphoff (Pro
Bahn)
Den umweltvertröglichen
Tourismus in der Region untersucht Frank Schopphoff von Pro Bahn.
'Umweltvertröglicher Tourismus im Bergischen Land' heißt
sein Beitrag, und er stellt darin dar, wie die Umweltverbundkarte Rhein-Berg
über Mobilitöt ohne Auto im Bergischen Land informiert. Außerdem
fordert Herr Schopphoff die Reakti- vierung stillgelegter Bahnstrecken
in der Flöche zur Belebung des Tourismus.
Dirk Wendland (Verbraucher-Zentrale
NRW)
Dirk Wendland beschöftigt
sich mit dem Thema 'Naherholung aus Verbrauchersicht'. Freizeit- und
Tourismusverhalten muß demnach immer auch als Teil von Lebensstilen
betrachtet werden, und es ist von daher sehr schwer zu beeinflussen.
Im Rahmen der Entwicklung von Leitbildern zukunftsföhigen Konsums
versuchen die Verbraucher- zentralen auf verschiedenen Wegen, das Verbraucherverhalten
zu beeinflussen. Herr Wendland formuliert besonders Forderungen an den
Umweltverbund.
Harald Scharwöchter (Inhaber
von K. O. R. B. Reisen)
Harald Scharwöchter
stellt abschließend den sanften Tourismus aus der Sicht eines
Reisebüros dar.
Zu bestellen beim VCD-NRW, Düsseldorf
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