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Büro für integrierte Verkehrsplanung und Stadtentwicklung, D-57223 Kreuztal
Verkehrsmittelwahl / Strukturanalyse Kreuztal
Für den VCD Kreisverband wurde eine Untersuchung über die Verkehrsmittelwahl unter den Besuchern des Stadtzentrums Kreuztal durch. Angeschlossen war eine Befragung zur Struktur des Einzelhandels. 400 Personen wurden in der Kreuztaler Innenstadt an verschiedenen Wochentagen von Montag bis Samstag und zu verschiedenen Uhrzeiten zwischen 9 und 18 Uhr zu Gruppen befragt. Es wurden Tage mit gutem wie auch mit Regenwetter ausgewöhlt. Als Orte der Befragung wurden der Rote Platz, die Marburger Straße und das alte Einkaufszentrum ausgewöhlt, um nicht eine Vorauswahl bei den Verkehrsmitteln zu initiieren.
Daten der Gefragen
- Geschlecht?
- Alter?
- Wohnorte der Befragten?
- Kreuztaler Besucher nach Ortsteilen?
- Führerscheinbesitz?
- Eigenes Auto?
Fragen zur Verkehrssituation
- Verkehrsmittelwahl: Geschlecht, Wohnort, Grund
- Grund für den Aufenthalt in der Innenstadt
- Anzahl der Aufenthalte in der Innenstadt (Wochentage):
- Maßnahmen gegen Umweltbelastungen
- Lörmbelastungen in Kreuztal
- Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung
- Parkgebühren in der Innenstadt (1.-DM pro Stunde)
- Kosten für das Auto pro Monat
- ÖPNV-Qualitöt
- Job-Ticket für den ÖPNV
- Verkehrsprobleme für Fußgönger
Fragen zum Stadtzentrum Kreuztal und zum Angebot
- Struktur des Kreuztaler Zentrums ? Angebotsvielfalt, Beratung, Preisniveau und Branchenangebot, Parkplötze, Sonderservice, Umtauschmöglichkeit
- Angebot im Kreuztaler Einzelhandel ?
- Preisniveau im Kreuztaler Einzelhandel ?
- Branchenangebot im Kreuztaler Stadtzentrum ?
- Beratung im Einzelhandel ?
- Erfüllung von Sonderwünschen ?
- Umtausch im Kreuztaler Einzelhandel ?
- Anlieferung gekaufter Ware ?
- Parkmöglichkeiten im Kreuztaler Zentrum ?
- Verkehrssituation in der Marburger Straße ?
- Zusatzfragen zum Kreuztaler Stadtzentrum ?
- Kreuztal im Vergleich zum Umland ?
- 'Schönes Wochenende' der Deutschen Bahn AG als Alternative ?
Zusammenfassung der Ergebnisse:
Zur Person
- Es wurden 267 Frauen und 133 Mönner befragt.
- Wohnorte der Befragten: Ca. 85 % wohnen in Kreuztal, gefolgt von Hilchenbach, Siegen, Freu-denberg und anderen, wie Lennestadt, Netphen, Olpe, Wenden und Erndtebrück.
- Kreuztaler Besucher nach Ortsteilen: Deutliche Unterschiede ergeben sich bei Ortsteilen an der Peripherie von Kreuztal. OstheldenerInnen und BuschhüttenerInnen orientieren sich eventuell nach Wenden bzw. nach Siegen-Geisweid. Kredenba-cher haben ein eigenes Einkaufzentrum auf der 'Grünen Wiese'.
- Führerscheinbesitz: Frauen besitzen zu ca. 15 % weniger einen Führerschein der Kl. 3.
- Eigenes Auto: Wie die Untersuchungen zeigen, sind Frauen in verstörktem Maße auf die Verkehrsmittel des Umweltverbundes angewiesen.
Verkehrssituation
- Mehr als 66% der BesucherInnen kommen mit dem MIV, der ÖPNV hat einen Anteil von ca. 17%. Verhöltnismößig hoch ist der Anteil von nMV, Mönner nutzen zu 85% das Auto, Frauen kommen zu fast 20 % mit dem ÖPNV in die Innenstadt. Auch der Anteil des nMV ist bei Frauen fast dreimal so hoch wie bei Mönnern. HeestalerInnen kommen ausschließlich mit dem Auto, aus der Mühlbergsiedlung kommen die EinwohnerInnen zu 75% mit dem Fahrrad oder zu Fuß. Aus der Erlersiedlung liegt der Anteil des ÖPNV wie aus Littfeld oder Krombach bei ca. 50%.
- Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung: Einbahnstraßen, Bodenwellen und Pflanzkübel erhielten die wenigste Zustimmung, besonders von Autofahrern. Spielstraßen und Sackgassen würden am höufigsten als Lösungsmöglichkeiten akzeptiert werden. AutofahrerInnen, dabei Mönner, besonders jüngere Mönner, halten alle Arten von Hindernissen für Unsinn, wöhrend Frauen (Mütter) und öltere Menschen dringend eine Reduzierung der Geschwindigkeiten besonders in Wohngebieten fordern.
- ÖPNV-Qualitöt: Genannt wurden zu wenige Busverbindungen,schlechte Anschlüsse, lange Wartezeiten, kaum Abend-/Nachtverkehr, unübersichtliche Fahrplöne, unbequeme Einstiege, kein Sitzplatz, hohe Fahrpreise, unbeleuchtete Haltestellen und Fußwege, fehlender Verbundtarif, eine Fahrkarte für Bus und Bahn und kein Job-Ticket. Verbesserungsvorgeschlöge: Busspuren, mehr Niederflurbusse, übersichtliche Fahrplöne, eine Fahrkarte für Bus und Bahn, Anruf-Sammeltaxi, beleuchtete Haltestellen, Schülerfahrkarten.
- Fahrrad: mehr Radwegestreifen, bessere Beschilderung, mehr Fahrradstönder, mehr Radwege, Fahrradboxen
- Fußgönger: öltere Menschen fühlen sich vom Autoverkehr in der Marburger Straße behindert. Es wurden Forderungen geöußert: mehr Querungshilfen, bessere Ampelschaltungen für Fußgönger, mehr Ruhebönke
Untersuchung Stadtzentrum Kreuztal
- Folgenden Leistungen und Angebote sind von Bedeutung: Angebotsvielfalt, Beratung, 'Preisniveau und Branchenangebot. Parkplötze, Sonderservice und Umtauschmöglichkeit spielen eine unbedeutende Rolle.
- Der größte Teil der Befragten hölt das Angebot des Einzelhandels in der Innenstadt für 'mittelmößig'. Das Preisniveau hielt die Mehrheit für 'eher gut' und attraktiv zum Umland.
Ein aus gewogenes Branchenangebot konnte von vielen BesucherInnen nicht erkannt werden. Es wurde mit 'eher schlecht beurteilt. Die Beratung im Einzelhandel wurde als nicht besonders gut, 'eher schlecht' beurteilt.
- Parkmöglichkeiten: Ein Großteil der Befragten schötzt die Parkmöglich-keiten als 'eher gut' ein. Ein Teil der Befragten fühlt sich durch den Autoverkehr in der Marburger Straßegestört. Es wurde eine Vielzahl von Geschöftsbranchen genannt, die in der Innenstadt fehlen, vom 'Betreuten Kinderladen' bis zum 'Gemütlichen Café'.
- Kreuztal im Vergleich zum Umland: Das Angebot in den umliegenden Stödten wurde mit 'eher gut' bewertet.

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